Einig sind sich die Ärzte mittlerweile, dass ein etwa drei Tausendstel Millimeter grosses Bakterium zumindest mitschuldig an der Entstehung eines Magengeschwürs ist. Zwar erkrankt nicht jeder, der den Helicobacter pylori in sich trägt, automatisch an einem Geschwür. Doch kann der Keim bei nahezu jedem, der Geschwüre hat, im Magen nachgewiesen werden.

Die Infektion mit dem Helicobacter ist bei der Hälfte der Weltbevölkerung verbreitet, in Asien und Afrika sind 80 bis 90 Prozent der Erwachsenen infiziert! Die Ansteckung erfolgt meist im Kindesalter, und der Körper ist nicht in der Lage, die Bakterien durch das körpereigene Immunsystem von alleine wieder auszurotten.
Der Keim ist Hauptursache nahezu aller chronischen Magenschleimhautentzündungen. Er produziert giftige Stoffe, die die Schleimhautzellen direkt schädigen und so den Weg für das Geschwür frei machen.
11.2007,
Version 2


