AstraZeneca engagiert sich für Menschen, die keinen Zugang zu neuen Krebstherapien haben


AstraZeneca beteiligt sich neu am Swiss Patient Access Program (SPAP). Dank diesem Programm können Krebspatientinnen und Krebspatienten eine medizinisch indizierte Behandlung erhalten, auch wenn diese von der Krankenversicherung nicht vergütet wird. AstraZeneca stellt die onkologischen Medikamente kostenlos zur Verfügung. Damit zeigt das Unternehmen sein Engagement für Betroffene in der Schweiz.

Das Swiss Patient Access Program (SPAP) ist eine Initiative der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) und wird von dieser geleitet und verantwortet. Nach der erfolgreichen dreijährigen Pilotphase (2019 – 2022) hat das SPAP am 1.7.2023 offiziell gestartet. AstraZeneca ist stolz, nun offizielle Partnerin und Unterstützerin dieses für Krebspatientinnen und Krebspatienten wichtigen Programms in der Schweiz zu sein.

Das Schweizer Gesundheitssystem ist anerkanntermassen sehr gut und zählt zu den besten der Welt. Jedoch ist der Zugang zu hochinnovativen Medikamenten in der Schweiz nicht immer gegeben und erfolgt überdies häufig verzögert. Eine spezielle Regelung in der Verordnung über die Krankenpflegeversicherung (Artikel 71a-d) ermöglicht eine Beurteilung von einzelnen Fällen und eine Vergütung durch die Krankenkassen. Diese Regelung ist für Krebspatientinnen und Krebspatienten sehr wichtig, denn sie ermöglicht eine Behandlung auch dann, wenn das Medikament noch nicht von der Schweizer Marktzulassungsbehörde (Swissmedic) zugelassen ist oder noch nicht auf der Liste der durch die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) zu vergütenden Medikamente gelistet ist.

Grosse Belastung für Betroffene

Trotz dieser Möglichkeit der Einzelfallvergütung kommt es vor, dass betroffenen Patientinnen und Patienten eine medizinisch indizierte Behandlung nicht vergütet wird. Ein solcher negativer Entscheid der Krankenkassen stellt für diese Menschen wie auch für die behandelnden Ärzte eine grosse Belastung dar. Hier setzt das Swiss Patient Access Program (SPAP) der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) an: Dank des Programms fallen keine Patientinnen und Patienten durch die Maschen des Systems und können Zugang zu diesen Therapien erhalten.

«Der Lösungsansatz besteht in einer Begutachtung der Härtefälle durch unabhängige medizinische Experten, die anschliessend eine für die Zulassungsinhaberinnen verbindliche Empfehlung abgeben», sagt Prof. Dr. med. Markus Borner, Co-Präsident der SGMO. AstraZeneca als Zulassungsinhaberin stellt das Medikament zur Verfügung, sofern der behandelnde Arzt und ein unabhängiger Experten-Panel das für richtig befinden. So erhalten Patientinnen und Patienten die medizinisch indizierten Medikamente durch ein unabhängiges, kontrolliertes und wissenschaftlich anerkanntes Verfahren.

Langfristige Lösung angestrebt

Es ist davon auszugehen, dass es auch nach dem Inkrafttreten der Revision der Verordnung über die Krankenpflegeversicherung per 1.1.2024 solche Härtefälle geben wird. Es handelt sich um Menschen, die dringend therapiert werden müssten, die aber keine Therapie erhalten. Deshalb bleibt das Swiss Patient Access Program (SPAP) auch in den nächsten Jahren wichtig, denn es ermöglicht weiterhin eine Lösung für Patientinnen und Patienten im onkologischen Setting.

Zudem setzt sich SPAP das Ziel, innerhalb von drei Jahren ein Konzept sowie ein umsetzbares Modell für künftige Qualitätsregister zur Erhebung von geeigneten Parametern für den Beleg des Patientennutzen zu erarbeiten. Auch soll das Programm dazu beitragen, dass eine langfristige Lösung für das Problem der Härtefälle gefunden werden kann.

«Als hochinnovatives Pharmaunternehmen investieren wir unermüdlich in die Erforschung neuer Krebstherapien», sagt Alison Dziarmaga, Leiterin der Onkologie bei AstraZeneca Schweiz. «Unsere Ambition ist es, bis 2030 Krebs als Todesursache eliminieren zu können.» In diesem hochinnovativen Bereich der Medikamentenforschung nimmt indessen auch die Komplexität enorm zu, was für die verantwortlichen Behörden oftmals eine Herausforderung ist. Zeitgemässe Lösungen bei der Zulassung und Vergütung wären daher äusserst gefragt. «Wir arbeiten gemeinsam mit Verbänden und Behörden daran, zukunftssichere Modelle für innovative Therapien zu finden, damit der Sonderfall nicht zum Regelfall wird. Patientinnen und Patienten dürfen aber niemals die Leidtragenden eines systemischen Problems werden. Das Swiss Patient Access Program ist daher aus Sicht von AstraZeneca eine für die Schweiz und die Gesellschaft äusserst unterstützenswürdige Initiative», sagt Dziarmaga.



Medienkontakt

Tel. +41 (0)41 725 75 75; media.switzerland@astrazeneca.com
Christian Bitschnau, Corporate Affairs Director, AstraZeneca Switzerland

 

SGMO

Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) ist der Berufsverband und die Fachgesellschaft der Ärztinnen und Ärzte mit dem Facharzttitel Medizinische Onkologie. Die SGMO hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele.

 

AstraZeneca in der Schweiz

AstraZeneca ist ein britisches Pharmaunternehmen und seit fast 50 Jahren in der Schweiz tätig. Das Unternehmen gehört zu den zehn umsatzstärksten Pharmafirmen der Schweiz und ist in folgenden Therapiebereichen tätig: Onkologie, Atemwegserkrankungen und Immunologie, Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselkrankheiten sowie Impfstoffe und Immuntherapien, zu denen auch Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19 gehören. Oberstes Ziel der über 285 Mitarbeitenden ist es, neue Medikamente so schnell wie möglich betroffenen Patient:innen zur Verfügung zu stellen. In der Schweiz werden über 230’000 Personen mit einem Medikament von AstraZeneca behandelt. Bis 2026 erwartet das Unternehmen die Zulassung von über 35 neuen Therapien. AstraZeneca setzt sich zum Ziel, das Schweizer Gesundheitssystem nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen. Um ihren Beitrag für einem gesunden Planeten und gesunde Menschen zu leisten, arbeitet die Firma unermüdlich daran, CO2-Emissionen und Abfall zu reduzieren. Sie hat sich daher zum Ziel gesetzt, bis im Jahr 2030 CO2-negativ zu werden.

Mehr Informationen zu AstraZeneca Schweiz: www.astrazeneca.ch

 

 

CH-9396 (04/2024)